familie-002-02Familie und Bildung: „Politik vom Kind aus denken!“

 Familien – das sind klassische Familien, Patchwork-Familien, Paare, die in einer eigetragenen Partnerschaft leben, Unverheiratete und Alleinerziehende mit Kindern.

Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein. Eine gute Familienpolitik orientiert sich nicht an bestimmten familiären Lebensmodellen, sondern stellt das Kind in den Mittelpunkt.

Die Politik muss weiterhin die Rahmenbedingungen stärken, dass Menschen Familien gründen wollen. Deswegen sind alle Politikfelder Familienpolitik:

Bildungspolitik, Sozialpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik und Präventive Ansätze in der Innenpolitik.

Familien brauchen finanzielle Unterstützung, eine gute Infrastruktur und vor allem Zeit füreinander!
Die Fakten:

Familien wirksam und bedarfsgerecht zu unterstützen und Kinder- und Familienarmut zu bekämpfen – das sind wichtige Schritte auf dem Weg zu fairen Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder. Beim Ausbau qualitativ hochwertiger Kitas und Ganztagsschulen muss selbstbestimmte Zeit für Kinder möglich sein. Im Berufsleben müssen Auszeiten oder eine Senkung der Arbeitszeit sowohl für Mütter als auch für Väter ohne Einbußen von Karrierechancen realisierbar sein. Denn Fürsorge, Erziehung und Miteinander brauchen Zeit!

Meine Ziele:
  1. Familien brauchen gute und flexible Angebote der Arbeitszeitgestaltung, damit Frauen nicht in der „Teilzeitfalle“ und Väter nicht in der „Vollzeitfalle“ feststecken. Ich setze mich ein für die Familienarbeitszeit, damit die Arbeitszeit für Familien besser verteilt werden kann – wenn sie es wollen. Und das heißt: Wenn beide Elternteile ihre Arbeitszeit zeitlich begrenzt reduzieren, um gemeinsam mehr für die Familie da zu sein, soll ein Teil des Lohnausfalls vom Staat ausgeglichen werden.

 

  1. In jeder fünften Familie kümmert sich schon heute nur ein Elternteil um die Kinder. Und Kinder Alleinerziehender leben heute fünfmal häufiger von Leistungen der Grundsicherung als Kinder in Paarfamilien.

Alleinerziehende müssen mehr finanzielle Unterstützung erhalten und durch Steuerentlastungen profitieren. Ich setze mich dafür ein, dass der geltende Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kita oder Tagespflege ab dem ersten Geburtstag für Alleinerziehende, auch auf Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule erweitert wird.

  1. Ganztagsgarantie: Mit der SPD werden Eltern in Baden-Württemberg eine Ganztagsgarantie für ihre Kinder bekommen. Die SPD will verlässliche Ganztagsangebote schaffen, vom ersten Geburtstag bis zum letzten Schultag.
  2. Beitragsfreiheit: Um Familien finanziell zu entlasten, will die SPD schrittweise Beitragsfreiheit für Kindergärten und Kitas einführen.

 

Zu einer guten Familienpolitik gehört in erster Linie eine gute Bildungspolitik.
Die Fakten:

Eltern in Baden-Württemberg gaben noch 2010 deutschlandweit am meisten Geld für Nachhilfe aus. Nachhilfe war im bisherigen Bildungssystem unter der CDU-Regierung längst keine Ausnahme mehr, um kurzfristig schulische Schwächen auszugleichen. Sie hatte sich vielmehr zu einem etablierten, privat finanzierten Unterstützungssystem neben dem öffentlichen Schulsystem entwickelt: ein teurer und unfairer Ausgleich für fehlende individuelle Förderung!

Damit finden wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten uns nicht ab. Lebenschancen dürfen nicht „sozial vererbt“ werden. Kein Kind darf von der Gesellschaft zurückgelassen werden. Dass das möglich ist, zeigen internationale Beispiele wie Finnland, Kanada oder die Niederlande. Dort kommen Schüler weitgehend ohne Nachhilfe aus, gerade weil es ein gut ausgebautes System an Ganztagsschulen und Gemeinschaftsschulen gibt.

Kinder haben – auch unabhängig des Einkommens ihrer Eltern – Stärken und Schwächen. Deshalb gilt es Kinder so zu fördern, wie sie es brauchen!

Meine Ziele:

Durch längeres gemeinsames Lernen, statt der Selektion in verschiedene Schubladen, fördern wir schwächere aber auch leistungsstärkere Schüler besser. Daher unterstütze ich den Ausbau der Gemeinschaftsschulen und der Ganztagsschulen, denn diese Strukturen sorgen dafür, dass Unterrichtsstunden flexibel gestaltbar sind und die Kinder individuell gefördert werden.

 

Informationen zur Ganztagsschule: Gibt es für die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklasse Vorteile?

In Ganztagsklassen können Kinder früh lernen, ihr Lernen selbst zu organisieren. Denn die Schülerinnen und Schüler haben

  • mehr Zeit für (handlungsorientiertes) Lernen
  • mehr Zeit zum Üben unter professioneller Anleitung
  • mehr Zeit für die Klassengemeinschaft
  • mehr Zeit für „soziales Lernen“
  • mehr Zeit zum Lernen lernen (Methodentraining )
  • mehr Zeit zur Teilnahme an attraktiven Zusatzangeboten (Arbeitsgemeinschaften) aus den Bereichen: Informatik, Naturwissenschaft, Musik, Theater, Sport, Hauswirtschaft, Fremdsprache, Internetcafé, Bibliothek
  • ein warmes, preisgünstiges Mittagessen

 

Informationen zu „Rhythmisiertem Unterricht“

Ganztagsklasse mit rhythmisiertem Unterricht – Was ist das?

Der Schultag von Ganztagsklassen ist rhythmisiert, Unterricht und Freizeit wechseln einander ab, so dass auf Phasen der Anspannung und des gezielten Lernens Phasen der Entspannung, Erholung und ungesteuerten Lernens (z.B. Bibliothek) folgen.

In der Mittagszeit erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Mensa ein warmes Mittagessen.

Rhythmisierter Unterricht bedeutet aber auch, dass der Unterricht anders gestaltet wird. Notwendige Übungsphasen können häufiger eingeschoben werden. Dadurch wird der Unterricht aufgelockert. Übungsphasen können in den Unterricht eingebaut werden, wenn sie sinnvoll sind und müssen nicht in die Hausaufgaben verschoben werden.

Für den Lehrer heißt das: Der Ganztag ermöglicht einen anderen Blick auf die Kinder, auch ein persönlicheres, engeres Verhältnis. Das Lernen entspannt sich, man kann gelassener auf die Kinder zugehen, weil nicht alles in den Vormittag gepresst wird. In der Klasse herrscht eine angenehme, ruhige Atmosphäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

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