Meri Uhlig

Durch die großen Herausforderungen in der Welt ist unser sozialer Frieden gefährdet. Wir müssen dafür kämpfen!

Biographie

Ich bin 1973 in Karlsruhe geboren. Meine Eltern sind in den 60ern aus dem damaligen Jugoslawien eingewandert, weil Deutschland Arbeitskräfte brauchte. Mein Vater hat auf dem Bau und meine Mutter als Näherin, lange Jahre im Akkord, gearbeitet. Ihr Ziel war der soziale Aufstieg. Es war dennoch kein leichtes Leben für meine Familie. Aber ich bin erzogen worden in Dankbarkeit für die Möglichkeit in Deutschland durch Bildung ein besseres Leben zu haben. Diese Dankbarkeit habe ich mit immer bewahrt. Nach der Realschule habe ich über den Umweg Wirtschaftsgymnasium mein Abi gemacht. In diese Zeit fiel der Krieg im damaligen Jugoslawien. Ein Schock für die ganze Famile, der mein komplettes Denken beeinflusst hat. 

Es war der Grund, warum ich Sozialwissenschaften in Mannheim studiert habe. Am Wichtigsten war mir das Fach Politik. Nach dem Studium habe ich eine Qualifikation als „Civil Peace Worker“ absolviert. Ich wollte verhindern, dass Gesellschaften auseinanderbrechen. Ich wollte alles dafür tun, dass Menschen sich keine Gewalt antun.  

Nach dem Studium habe ich zunächst beim Ausländerbeauftragten der Stadt Mannheim gearbeitet, dann im Justizministerium im Bereich Integration und später im neu gegründeten Integrationsministerium. Heute arbeite ich als Integrationsbeauftragte der Stadt Karlsruhe. Für mich ist das auch Friedenspolitik in einer vielfältigen Gesellschaft.  

Ich bin mit Marc Uhlig, Filmemacher, verheiratet und habe einen Sohn (13) und eine Tochter (11). Heute fühle ich mich besonders verantwortlich dafür, meinen und allen Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen.

Foto von mir mit Zitat, was mich politisch bewegt (siehe AOC)

Ich war 18 als ich in der ARD Bilder gesehen habe von flüchtenden Menschen aus dem Heimatland meiner Eltern. Das war ein Schock. Dieser Krieg und die Massaker dort gingen mir richtig nahe. Mehr als jeder Krieg zuvor. Wie konnte es sein, dass Menschen, die bisher friedlich zusammengelebt haben, so sehr hassen können? Frieden wurde zu meinem Lebensthema. Meine Lehre aus all dem war: Frieden ist kein Geschenk, man muss sich darum kümmern. Deswegen mache ich Politik! 

 

… trotzdem und erst recht SPD!

Ich konnte mir nie vorstellen in eine Partei einzutreten. Ich konnte mich keiner Parteilinie unterwerfen. Aber ich wollte politisch für meine Ziele kämpfen! 2011 kam der Regierungswechsel in Baden-Württemberg. Endlich war die CDU nicht mehr die treibende Kraft. Das hat mich so inspiriert. Jetzt in eine Partei eintreten und dort für meine Ziele kämpfen und meine Ideen verwirklichen. Ich musste mich jetzt entscheiden: GRÜNE oder SPD? Ich war ehrlich zu mir: Als Arbeiterkind bin ich  Sozialdemokratin – seit 2011 auch formal. Auch wenn ich nicht mit den ganzen Entwicklungen der SPD einverstanden bin: Die SPD ist meine politische Heimat. In dieser Partei kämpfe ich für Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit. Ich will die SPD weiter entwickeln zu einer Partei mit klarer ökologischer und nachhaltiger Vision! Das ist unsere soziale Verpflichtung!